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Nachhaltig, aber wie?

Wie Gründer*innen trotz Krise ihren Firmenalltag klimafreundlicher gestalten

Viele Startups wollen mehr für Klimaschutz, Sozialverträglichkeit und Diversity in ihren Unternehmen tun. Wie die guten Vorsätze nicht im Alltagsstress untergehen und sich konkret in der eigenen Firma umsetzen lassen, erklärt Mimi Sewalski, CEO von Avocadostore, einem Marktplatz für Eco Fashion & Green Lifestyle.

1. Kleine Anpassung, große Wirkung 

Gründer*innen müssen nicht sofort alle Abläufe im Unternehmen umwerfen, um ihre Prozesse nachhaltiger zu gestalten. Das kann schon bei den Firmengetränken anfangen, indem das Unternehmen auf Leitungswasser oder lokale Marken umsteigt. Nur in Ausnahmefällen zu fliegen und öfter den Zug zu nutzen, ist vielen ohnehin als Option bekannt. Anderes Beispiel: Nicht jede Email ausdrucken. Damit lassen sich pro Seite ca. 200 ml Wasser, 2 Gramm CO2 und 2 Gramm Holz sparen. Große Veränderungen fangen klein an. 

2. Mit dem Team entscheiden

Ein wichtiger Punkt ist: Die neuen Nachhaltigkeitsregeln dürfen nicht von “oben” aufgesetzt werden. Es lohnt sich, gemeinsam mit dem Team über Einsparungen zu sprechen. Das betrifft nicht nur Nachhaltigkeit aus ökologischer Sicht. Gründer*innen sollten auch nachhaltige soziale Themen aufgreifen und zum Beispiel fragen: Wie kinderfreundlich sind wir? Welche Anliegen haben meine Mitarbeiter*innen, und wie kann ich diese Wünsche mit Nachhaltigkeit verbinden? Corporate Social Responsibility funktioniert am effektivsten, wenn die Betroffenen mitgestalten können. 

3. Leitlinien aufstellen

Die gemeinsam erstellten Leitfäden für mehr Nachhaltigkeit sollten für jede/n sichtbar sein und als klares Ziel für den Mitarbeiter definiert werden. Jede/r im Team hat die Aufgabe, die gesetzten Punkte innerhalb einer bestimmten Zeit, zum Beispiel in drei Monaten, zu erreichen. So lassen sich die Maßnahmen skalieren und die Prozesse können effizient optimiert werden. 

4. Energie sparen

Ökostrom wird aus nachwachsenden oder erneuerbaren Rohstoffen hergestellt. Die Erzeugung ist also im Gegensatz zur Verbrennung fossiler Energieträger CO2-frei oder zumindest CO2-neutral. Die Wahl des Energieanbieters allein reicht aber noch nicht aus, um besonders nachhaltig zu sein. Startups sollten insgesamt den Energieverbrauch senken, zum Beispiel durch ernergiesparende LED-Lampen. 

5. Keine Dogmen 

Alle Ziele und Prozesse, auch die mit nachhaltigem Fokus, sollten immer mal wieder kritisch hinterfragt und auf ihren Nutzen geprüft werden. Der dogmatische Zeigefinger, der leider oft mit Nachhaltigkeit in Verbindung gebracht wird, ist nicht hilfreich und wenig sinnvoll. Kreativität und Offenheit gegenüber neuen Ideen sind effektiver als festgefahrene Prämissen. In diesem Fall ist das Ziel das Ziel, und nicht unbedingt der Weg. 

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