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Im Home Office die Nerven behalten

6 Tipps von Co-Gründerin und CEO von Selfapy Nora Blum für einen kühlen Kopf im Homeoffice

1.     Die eigene Situation akzeptieren

Seit über 6 Wochen arbeitet ein Großteil von uns aus dem Home Office. Was am Anfang harmlos klingt, offenbart jedoch nach den ersten Tagen auch Schattenseiten. Die Decke fällt einem auf den Kopf, die Ablenkungen sind groß, stellenweise sinkt die Produktivität. An manchen Tagen ist es besonders schwer. Dann ist die Laune im Keller, man fühlt sich gestresst und weiß nicht, wie lange man die Situation noch aushalten kann. Und das ist okay. Akzeptiert, dass wir uns in einer Ausnahmesituation befinden. Die Umstellung, plötzlich nur noch zuhause zu sein, geht nicht spurlos an unserer Psyche vorbei. Und es ist vollkommen in Ordnung, auch im Home Office mal einen schlechten Tag zu haben.  Wer jedoch das Gefühl hat, emotional nicht mit der Situation fertig zu werden, dem empfehle ich in dieser herausfordernden Zeit das Angebot an externen Hilfestellungen zu nutzen.

2.     Die eigenen Ressourcen entdecken

Besonders in stressigen oder belastenden Situationen brauchen wir etwas, das uns bei deren Bewältigung unterstützt. In der Psychologie sprechen wir in diesem Zusammenhang von Ressourcen. Ressourcen können beispielsweise Freundschaften, Hobbys, soziale Kontakte oder persönliche Stärken sein. Macht euch bewusst, was euch gut tut – sei es ein Spaziergang in der Sonne, euer liebstes Hobby oder das regelmäßige Telefonat mit der besten Freundin oder dem besten Freund. Plant für die Mittagspause oder den Feierabend bewusst Zeit für eure Ressourcen ein.

3.     Extra-Zeit nutzen

Klar ist es schön, jeden Tag eine halbe Stunde länger im Bett liegen zu können, wenn der Weg zum Büro wegfällt. Doch wie nachhaltig ist das wirklich? Eine andere Möglichkeit wäre es, die Extra-Zeit für etwas zu nutzen, das euch wirklich guttut – zum Beispiel für die Stärkung eurer Ressourcen. Anstatt morgens direkt vom Bett an den Schreibtisch zu wandern, nutzt die Zeit, die euch durch den wegfallenden Arbeitsweg geschenkt wird, für eine Yoga-Einheit, einen morgendlichen Spaziergang oder lest ein paar Seiten in einem Buch. Wenn wir den Morgen mit etwas beginnen, das uns guttut, wirkt sich das auch auf den restlichen Tag im Home Office aus.

4.     Mit gestärkter Resilienz gegen den Stress

Auch im Home Office bleiben wir von Deadlines, wichtigen Präsentationen oder zu lösenden Problemen nicht verschont. Wenn man sich zusätzlich mit der allgemeinen Situation unwohl fühlt oder Streit mit dem Partner hat, der nur eine Tür weiter sitzt, liegen die Nerven schnell blank. Für den Umgang mit Stress gibt es im psychologischen Kontext einen Begriff: Resilienz. Menschen mit einer ausgeprägten Resilienz können gut mit Stress umgehen und sich auch schnell wieder von diesem erholen.

Eine wirksame Methode zur Stärkung der eigenen Resilienz ist das Meditieren. Hier geht es primär um die Reduzierung von Stress und darum, unserem Gehirn, das ununterbrochen damit beschäftigt ist, Informationen zu verarbeiten, eine Pause zu gönnen. Die beruhigende Wirkung der Meditation hilft uns, das Gedankenkarussell zu stoppen und einen besseren Umgang mit Stress zu erlernen. Bei YouTube oder Spotify findet ihr auch geführte Meditationen, die den Einstieg erleichtern.

5.     Struktur schaffen

Das klingt naheliegend, fällt aber vielen Menschen schwer. Dabei hilft uns Struktur im (Arbeits-)Alltag, die Dinge, die wir uns vorgenommen haben, auch wirklich zu erreichen.  

Bei der Strukturierung können euch folgende Fragen helfen:

●      Was will ich heute schaffen?

●      Welche To-do’s haben Priorität?

●      Zu welchen Uhrzeiten möchte ich was erledigt haben?

Struktur hilft auch, die Arbeitszeit bewusst zu beschränken. Wenn die Grenze zwischen Arbeit und Privatleben verschwimmt, neigen wir häufig dazu, vor dem Bildschirm Mittag zu essen oder noch um 21 Uhr auf dem Sofa die Mails zu checken. Setzt euch einen klaren Rahmen für die Arbeitszeit. Macht Pausen, abseits vom Schreibtisch, und wenn der Arbeitstag vorüber ist, klappt den Laptop zu! Oft fällt es uns leichter, pünktlich das Büro zu verlassen, als im Home Office Feierabend zu machen. Werdet euch klar darüber, dass Pausen und Freizeit wichtig für eure mentale Gesundheit sind.

6.     Mit den Kollegen verbunden bleiben

Wenn wir aus dem Home Office arbeiten, beeinflusst das die Beziehungen zu unseren Kollegen. Das Treffen an der Kaffeemaschine und die gemeinsamen Mittagspausen fallen weg. Stattdessen erfolgt die Kommunikation per E-Mail, Slack und Telefon. Zu Gesicht bekommt man die Kollegen nur noch gelegentlich im Video-Call. Dabei sind diese Kontakte wichtig – schließlich ist der Mensch ein soziales Wesen. Achtet darauf, dass ihr die Kommunikation mit euren Kollegen nicht nur auf das Nötigste beschränkt. Eine Möglichkeit ist beispielsweise, eine gemeinsame Mittagspause per Video zu machen, in der ihr mal wieder über Themen abseits der Arbeit redet. Auch Teamevents sollten in dieser Zeit stattfinden, um den Zusammenhalt aufrechtzuerhalten. Mittlerweile gibt es viele Online-Angebote: Sei es eine gemeinsame Yoga-Stunde, ein Cocktail-Kurs oder einfach ein wöchentliches Friday-Beers vor dem Bildschirm, wie wir das zum Beispiel aktuell in der Corona-Zeit machen.

Nora Blum, Co-Gründerin und CEO von Selfapy verfolgt das Ziel jedem Menschen psychologische Hilfe zu ermöglichen - nicht nur in Zeiten von Corona.

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